Légende de l'Oratoire d'Ifiss
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Entre Vieux-Thann et Steinbach, sur le territoire de ce dernier, dominant la Côte 425, s'étend la forêt du « Kraftwald ». Plusieurs chemins la sillonnent. Au croisement de deux d'entre eux, à environ 440 m d'altitude, dans l'axe de la colline de l'Enchenberg, se tient un oratoire qui ne manque pas de charme. Certes, la « Kraftkapelle », appellation locale, n'est dimensionnée que pour accueillir un petit autel ainsi qu'une icône de la Vierge, mais régulièrement entretenu et fleuri, il ne peut laisser personne insensible, tant la douceur et le recueillement qu'il inspire sont forts. |
Sur les hauteurs de la côte 425 à Steinbach, bien caché, au lieu-dit «Ifiss», on peut découvrir l'oratoire d'Ifiss. A
quelques minutes du village là où jadis les vergers et les jardins touchaient la forêt, l'édicule est d'une exquise simplicité. Elle est décorée affectueusement toute l'année selon les rythmes des saisons. Des fleurs à profusion, bien sûr, mais aussi une variété dans les images
de dévotion.
Si une vierge byzantine vous accueille l'été, en hiver vous y verrez le décor de Noël : une crèche, des clochettes et tous
les personnages qui animent la nuit sainte. Pour peu que la neige veuille draper de blanc le site et ce sera tout à fait merveilleux.
Ifiss a été rebâti en 1927 après les affres de la Première Guerre mondiale. II est vrai que les combats du 15.2 étaient
tout proches. Son origine est cependant plus ancienne et l'on observe des oratoires similaires sur le chemin de pèlerinage de Thann à Thierenbach. Une légende rapporte qu'une famille avait fait ériger l'oratoire en remerciements des grâces reçues pour leurs quatre fils. Ceux-ci
auraient retrouvé l'usage de la parole lors de la bénédiction du sanctuaire.
La « Kraftkapelle », comme l'on disait autrefois, recèle un trésor qu'il est bon de découvrir: la quiétude de la solitude. Un endroit de la planète
où l'on peut rester silencieux et prier dans son coeur la Vierge Marie. Lui confier joie et bonheur, chagrin et faiblesse: Toi Marie, mère de douceur, tu es ma joie et mon bonheur, ton coeur plein de tendresse me ressource à toute heure. Sur la route de ma vie, tu es la lumière
dans la nuit, garde-moi dans ton coeur Tu es celle en qui j'ai toute confiance.
Antoine Berg
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On ne connaît pas avec certitude l'origine de cette petite chapelle. Aurait-elle été édifiée sur le parcours des pèlerins de saint Thiébaud à
Thann? Peut-être pour ceux qui se rendaient à Notre-Dame-de-Thierenbach. On peut imaginer aussi un rapport avec le proche ermitage Marie-Madeleine aujourd’hui disparu. Moins pragmatique, une légende nous apporte une explication plutôt inattendue. Le miracle. |
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Die Krafftkapelle bei Steinbach. Vor langen Jahren, als noch auf Schloss Herrenflüh die Aebte von Murbach hausten, lag ganz friedlich am Eingang des Silberthals das kleine, freundliche Dörfchen Steinbach unter der Lehensherrschaft der Grafen von Pfirt. Den Zeiten entsprechend war die Herrschaft für unsern kleinen Ort nicht allzu drückend, ein gewisser Wohlstand und Zufriedenheit schien dort zu walten. Am Fusse des Hirnelestein hatte ein ehrbarer Zimmermann, Hans Jacob, sein kleines Hauschen erbaut und lebte glücklich mit Weib und Kind, dem 10 Jährigen Söhnchen Morand. Der Junge war klug, fleissig und sehr folgsam, zeigte aber leider eine ungezügelte Leidenschaft Tiere zu quälen. Keine Katze, kein Hund im Dorf war seiner Quälereien sicher, sodass oft die gute Mutter ihren Morand ernstlich verwarnen musste. Dicht neben Hans Jacob stand ein dürftiges Hüttchen, das von einer armen, ehrbaren Witwe Agatha, nebst ihrer 8 jährigen Tochter Marie bewohnt war.
Die beiden Familien waren sich in inniger Freundschaft zugetan und
insbesondere die beiden Kinder, Morand und Marie. Als unzertrennliche
Spielgenossen verlebten beide eine ungetrübte Jugendzeit; Marie übte einen
grossen Einfluss auf den wilden Jungen aus und sehr oft hatte sie es
erreicht, seinen bösen Tierquälereien Einhalt zu gebieten.
Auf seine Anfrage bei Marie gab ihm diese ohne Zögern ihre Zusage zum
Ehebund. Glücklich, fromm, zufrieden verlebten beide ihre erste Ehezeit
und schien der junge Haushalt tatsächlich von der Vorsehung beschützt zu
sein. Nach Jahresfrist ward ihr Glück vollständig, als ihnen ein Knäblein
beschieden war. Kräftig gesund entwickelte sich das Kind, aber sonderbar,
in der Folge stellte man fest dass der Knabe stumm blieb. Bestürzung,
Schrecken ergriff die Eltern ob dieser Tatsache, aber gottesfürchtig, wie
sie waren, ergaben sie sich in's Unvermeidliche. Zu jener Zeit bewohnte ein fremder, frommer Einsiedler eine bescheidene Hütte unterhalb des Schletzenburgfelsen. Gänzlich abgesondert von der Welt, widmete sich Bruder Konrad der Arzneikunde: wissenschaftskundig wusste er viele Kräutlein zu brauen, der leidenden Bevölkerung zum Wohl. Seine grosse Frömmigkeit, seine Kenntnisse in allem trugen bei. ihn als allgemeinen Wohltäter der Gegend zu betrachten; nicht nur das leibliche, auch das geistige Wohl aller lag ihm am Herzen und viele hatten bei ihm schon Trost und Linderung im Leid gefunden. Auch Morand und seine Frau gedachten bei diesem Seelenfreunde Frieden und Tröstung zu finden und eines Abends begab sich Morand hinauf zur Klause. Freundlich von dem Einsiedler empfangen, klagte er ihm sein Leid. Aufmerksam, teilnahmsvoll hörte ihm dieser zu. Dann bat er Morand, seinen ganzen Lebenstauf von frühester Jugend auf- zu erzählen und so kam Morand auch auf das Begebnis mit dem Elsternnest zu sprechen. Sinnend wiegte der alte Klausner sein Haupt und sagte Morand: « Unser Herrgott ist oft unergründlich in seinen Gnaden und Heimsuchungen und es gibt nur ein Mittel, um den Menschen den Herzensfrieden zur sichern: das ist Wohltun in barmherzigen, gottgefälligen guten Werken! Weisst du, Morand, wir gehen demnächst dem St. Morandusfest in Steinbach entgegen, da würde ich dir raten, zu Ehren des grossen Heiligen in der vorderen Krafft eine schlichte Kapelle errichten zu lassen.» Vertrauensvoll versprach Morand. sich der Sache ernst anzunehmen und schon in den nächsten Tagen sah man Morand mit seinen Jungen nach der Tagesarbeit emsig Baumaterial nach dem nahen Wald schleppen. Unterstützt von braven Nachbarn wurde fleissig gearbeitet und binnen kurzer Zeit erstand eine kleine, schlichte Kapelle. Der greise Ortspfarrer beglückwünschte herzlich Morand und seine Mithelfer zu ihrem Werke und versprach ihnen die feierliche Einweihung zum nahen St Morandusfest. Ein prächtiger Frühlingssonntag war angebrochen, feierlich rief das Glöcklein des Dorfkirchleins die Gläubigen zum Patronsfest.
Andächtig lauschte die Gemeinde ihrem greisen Seelenhirten, der so innig
das Leben und Wirken des grossen Heiligen schilderte und als er erst
bekannt gab, dass nach dem Hochamt die ganze Gemeinde in Prozession sich
in die « Krafft» hinauf begibt zur feierlichen Einsegnung der kleinen
Kapelle, da jubelten alle Herzen in freudiger trommer Erwartung. Tatsächlich, nach kurzer Zeit erlangten die Kinder den vollen Gebrauch der Sprache und herrschte das grösste Glück in der Familie Morand.Dankerfüllt besuchte die ganze Familie den alten Klausner vom Schletzenburgfelsen um ihm die frohe Kunde zu bringen. Bescheiden lächelnd sagte der Einsiedler: « Ja, weisst du, Morand, die Zulassungen Gottes sind oft unergründlich! Glücklich jene, die seine Pfade wandeln, denn Gott bleibt gerecht im Glück wie im Unglück. »Zufrieden verlebte Morand und seine Familie ihren weiteren Lebensabend. Die Kinder wuchsen zu kräftigen Männern heran. Aber stets liess es sich die Familie angelegen sein, die Krafftkapelle in dankbarer Erinnerung bestens zu unterhalten.Die Familie ist längst verschwunden, aber die Kapelle blieb erhalten. Leider sollte auch sie dem letzten Weltkriege zum Opfer fallen. In aller Nähe der Höhe 425 sah sie das heldenhafte Ringen des glorreichen 152° R. I. und der tapferen 15° Chausseurs. Dicht daneben wurde ein Militärfriedhof angelegt für unsere Helden. Die Kapelle ist durch das Bombardement fast zerstört worden und stand nach dem Kriege verlassen da. Frühere Frontkämpfer, die später ihre alten Stellungen hier besuchten, äusserten den Wunsch, dass die kleine Kapelle, die so viel Leid und Freud’ mit ihnen teilte, doch wieder erstehen möge. Die Section Cernay des « Club Vosgien » erachtete es als Ehrenpflicht, sich darum zu bemühen und dank ihrer Initiative kam der Wiederaufbau im Sommer 1927 zustande.Fromme Einwohner von Steinbach unternahmen gern die Sorge für den Unterhalt und die Ausstattung des Neubaues.Der Bergwanderer, der nun unsere schöne Vogesen besucht, wird nicht verfehlen, das so legendenreiche, prächtige Kapellchen am Fusse des Hirnelesteins zu besuchen und wird er sicher das chönste Andenken an diese so idyllische Berggegend mitnehmen.Eine Legende von A. Eugen Scheider |